Sinne d Hundes
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Die Sinne des Hundes

Die Hunde setzen ihre Sinne ein um eine Fußspur (Fährte) auszuarbeiten. Darum sollten wir wissen welche Sinne hat der Hund und welche setzt er ein.

Da gibt es den Tastsinn, Geschmacksinn, Sehsinn, Hörsinn und den Geruchsinn. Wenn es für den Hund möglich wäre alle Sinne bei einer Ausarbeitung einer Fährte zu nutzen, würde er dies auch tun.

Bei der Fährtenausbildung wollen wir aber nur den Geruchssinn des Hundes ansprechen.
Die Nase ist auch der wichtigste Sinn des Hundes. Die Nase nimmt deshalb auch ein großer Teil des Kopfes ein. Was für uns die Augen sind ist für den Hund die Nase. Die Riechfläche der Nasenschleimhaut ist bis zu 40 mal größer als bei uns Menschen. Auf der Nasenschleimhaut befinden sich ca. 220 (100%)Riechzellen. Bei uns Menschen sind es im Gegensatz nur ca. 2,3 %. Auf Buttersäure reagiert die Hundenase noch empfindlicher. Buttersäure ist ein Bestandteil von dem menschlichen Schweiß. Die Buttersäure kann der Hund bis zu einer Million besser riechen als der Mensch.

Je nach dem kann es sein, dass der Hund auch den Sehsinn zum Ausarbeiten der Fährte einsetzt. Ich bin der Meinung, dass dies gerade bei Anfängerfährten auch nicht so schlimm ist. Im Gegenteil, der Hund verknüpft den Fußabdruck mit dem Fährtenverlauf.

Was riecht der Hund auf der Fährte?

Der Individualgeruch des Fährtenlegers wird direkt an die Umwelt abgegeben, schwebt in der Luft und wird durch die Wetterverhältnisse auch von der Fährte abgetrieben. Wir möchten jedoch einen mit tiefer Nase genau auf der Fährte suchenden Hund; also sollte er sich nicht am Individualgeruch des Fährtenlegers orientieren. In dem Moment, indem der Fährtenleger über das Gelände geht, verletzt er Pflanzen(zellen). Die Duftstoffe aus den Pflanzensäften werden sofort freigesetzt; die Intensität des Geruchs nimmt jedoch auch fast genauso schnell wieder ab. Die eigentlichen Duftstoffe, an denen der Fährtenhund sich orientiert, entstehen durch den bakteriellen Abbau der zerquetschten Pflanzenteile. Diese Mikroorganismen zersetzen die zerstörten Pflanzenteile. Ihr Geruch entsteht nicht unmittelbar beim Legen der Fährte, sondern baut sich nach ca. 15 - 20 Minuten auf, bleibt dafür aber mehrere Stunden lang bestehen, so dass erfahrene Fährtenhunde auch nach 12 Stunden eine Fährte noch absuchen können. Fährtenfähiger Untergrund sind Wiese, Acker und Waldboden, alle natürlichen Böden. Was genau soll der Hund auf der Fährte tun? (Auszug aus der Prüfungsordnung) Der Hund sucht die Fährte an einer 10 m langen Leine ab, die an Gliederhalsband oder Fährtengeschirr befestigt ist. Es ist auch eine Suche ganz ohne Leine möglich, der Hundeführer muss jedoch den Abstand von 10 m zum Hund einhalten. Der Hund hat mit tiefer Nase intensiv dem Fährtenverlauf gleichmäßig zu folgen. Die Winkel (90°) sind sicher auszuarbeiten. Ein Überzeugen, ohne die Fährte zu verlassen, ist nicht fehlerhaft. Kreisen am Winkel ist fehlerhaft. Sobald der Hund einen Gegenstand gefunden hat, muss er ihn ohne Einwirkung des Hundeführers sofort aufnehmen oder verweisen. Das Verweisen der Gegenstände hat überzeugend und unmittelbar am Gegenstand zu erfolgen. Das Verweisen kann stehend, liegend oder sitzend erfolgen. Prüfungsstufen (Schwierigkeitsgrade) Die Fährte ist, je nach Prüfungsstufe, relativ frisch oder schon älter, wird mit steigender Prüfungsstufe länger und hat mehr Winkel und Gegenstände. Die Fährtenarbeit gehört neben der Unterordnung und dem Schutzdienst zur Schutzhundprüfung 1, 2 und 3.

 

 

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